Zwischen TikTok und Kita-Alltag: Medienkompetenz für die Praxis
Autor: Leann NelgenVeröffentlicht am 24. September 2026

Das Wichtigste in Kürze
- Laut KIM-Studie 2024 des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest besitzen 46 Prozent der 6- bis 13-Jährigen ein eigenes Smartphone.
- Schon jedes fünfte Kind zwischen 2 und 5 Jahren hat ein eigenes Tablet (miniKIM-Studie 2023).
- Medienpädagogik will nicht verbieten, sondern Handlungsfähigkeit und Reflexion stärken, bei Kindern wie bei Fachkräften.
- Datenschutz, Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte gehören in jedes Medienprojekt in der Kita.
- Ein Seminar zur Medienpädagogik gibt Dir Werkzeuge, die Du am nächsten Tag in der Gruppe nutzt.
Inhalt
- Warum Medienkompetenz heute zum Kita-Alltag gehört
- Was Medienpädagogik eigentlich meint
- Tablet und digitale Medien in der Kita: Was in der Praxis wirklich funktioniert
- Datenschutz, Urheberrecht und Jugendmedienschutz im Blick behalten
- Eltern und Bezugspersonen: So kommst Du ins Gespräch
- Checkliste: Medienkompetenz im Kita-Alltag stärken
- Was Fortbildungen und Seminare zur Medienpädagogik leisten
- Fazit
- FAQ
Kostenloses Online-Seminar: Zwischen TikTok und Kita-Alltag
18. November 2026, 17:00 bis 18:30 Uhr · 90 Minuten live · mit TeilnahmezertifikatWarum Medienkompetenz heute zum Kita-Alltag gehört
Was Medienpädagogik eigentlich meint
- Medienkritik: Medien und ihre Wirkung einordnen und hinterfragen.
- Medienkunde: wissen, wie Medien funktionieren, und sie bedienen können.
- Mediennutzung: Medien gezielt und bewusst anwenden.
- Mediengestaltung: Medien selbst kreativ gestalten.
Tablet und digitale Medien in der Kita: Was in der Praxis wirklich funktioniert
- Forscherfotos: Die Kinder fotografieren beim Waldtag, was sie interessiert. Danach sortiert Ihr die Bilder gemeinsam und sprecht darüber, warum welches Motiv gewählt wurde.
- Hörspiel selbst gemacht: Eine kurze Geschichte wird mit einer einfachen Aufnahme-App vertont. Geräusche entstehen mit Alltagsgegenständen aus dem Gruppenraum.
- Trickfilm in Einzelbildern: Mit Knete und einer Stop-Motion-App entstehen in einer Stunde kurze Filme von 20 Sekunden. Die Kinder erleben dabei, dass Bewegtbild gemacht wird und nicht einfach da ist.
Datenschutz, Urheberrecht und Jugendmedienschutz im Blick behalten
Eltern und Bezugspersonen: So kommst Du ins Gespräch
Checkliste: Medienkompetenz im Kita-Alltag stärken
- Klärt im Team, welche Haltung Eure Einrichtung zu digitalen Medien hat, und haltet sie schriftlich fest.
- Prüfe die Einwilligungen für Foto- und Videoaufnahmen regelmäßig. Unsere Empfehlung: einmal im Jahr, etwa zum Start des neuen Kita-Jahres. Eine gesetzliche Frist gibt es dafür nicht.
- Starte mit einem kleinen Projekt, um verschiedene Möglichkeiten im Kita-Alltag kennenzulernen, statt mit einem Medienkonzept für die ganze Einrichtung.
- Lege eine feste Zeitbegrenzung für Tabletnutzung in der Gruppe fest, bevor Du beginnst.
- Sammle Fragen von Eltern und nutze sie als Themen für den nächsten Elternabend.
- Nutze kostenfreie Angebote wie die Cyberfibel als Grundlage, bevor Du Geld in Ausstattung investierst.
- Benenne eine Person im Team, die das Thema weiterverfolgt, Fortbildungen im Blick behält und aktuelle Medienthemen mitverfolgt.
Was Fortbildungen und Seminare zur Medienpädagogik leisten

Die Kindergartenakademie bietet zu Medienbildung und Digitalisierung Formate für jeden Einstieg: vom kostenlosen Online-Seminar über Seminare bis zum Fernkurs „Digitale Medien in der Kita“. Die Fernkurse sind zertifiziert, praxisnah aufgebaut und lassen sich berufsbegleitend absolvieren. Viele Themen gibt es außerdem als Teamfortbildung direkt in Eurer Einrichtung. Kosten, Inhalte und Termine findest Du jeweils direkt beim Kurs.Genau dieses Thema greift auch das kostenlose Online-Seminar „Zwischen TikTok und Kita-Alltag: Medienkompetenz für die Praxis“ auf. Es läuft live im Browser, dauert 90 Minuten und schließt mit einem Teilnahmezertifikat ab. Kamera und Mikrofon brauchst Du nicht, die Fragen laufen über den Chat.Fachliche Anlaufstellen jenseits von Weiterbildung sind die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) und das JFF – Institut für Medienpädagogik. Die GMK setzt sich bundesweit für Medienpädagogik und Medienkompetenz ein. Das JFF entwickelt seit seiner Gründung 1949 medienpädagogische Modelle für die Praxis.
